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…was macht man eigentlich auf so einem Meet up?

Geschrieben am 15.04.2015 von Mari in Lifestyle

Wenn man noch gar nie auf einem Meet up war, können einen die Fotos, die man von dort sieht vielleicht etwas einschüchtern. Klar – lauter toll angezogene Leute auf einem Bild kann hin und wieder schon etwas einschüchternd wirken. Sind die Leute da nett? Pass ich da dazu? Werd ich mit meinem Outfit ausgelacht? Und überhaupt… was machen die so auf einem Meetup? Und wie kann ich da dabei sein?

 

Generell kann man eigentlich zwischen kleinen Meetups, großen Meetups und richtigen Tea Partys unterscheiden, wobei die Grenze von kleinem zu großem Meetup meistens recht fließend ist und nicht genau bestimmt werden kann.

 

kleine Meetups

 

Fotograf: C. Rösch
Ein – für den Candy Day Frankfurt eher kleines Meetup. Für andere Regionen können das aber schon recht viele Leute sein!
Fotograf: C. Rösch
Bild via Candy Day Frankfurt Facebook

 

Kleine Meetups sind eher familiär. Man setzt sich zusammen, geht vielleicht in ein Cafe, redet miteinander und macht eventuell noch Outfitfotos oder ein Gruppenfoto. Vielleicht setzt man sich auch in einen Park und macht ein Picknick oder geht in ein Museum – meist ist es aber recht übersichtlich. Anmelden muss man sich zu kleinen Meetups meist insofern, dass man vielleicht dem- oder derjenigen, der bzw. die das organisiert kurz Bescheid gibt, dass man auch teilnehmen möchte. Manchmal reichts aber schon aus, wenn man, jenachdem wo das Treffen ausgemacht wird, kurz einen klar formulierten Kommentar hinterlässt.

 

Hier Anschluss zu anderen zu finden fällt einem recht leicht. Dadurch, dass es eher überschaubar ist, kommt man meistens mit allen teilnehmenden ins Gespräch. Gerade, wenn man noch neu bei Lolita ist, kann man hier auch mal den Veranstalter anschreiben, wie es mit dem Dresscode aussieht. Meistens ist es hier nicht so streng und viele der Teilnehmer tragen auch eher gemütliche Casual Outfits. Kleine Meetups eignen sich daher super für einen Austausch und ein gemütliches Zusammensitzen in einer angenehmen Runde.

 

größere Meetups

 

Fotograf: www.MeFotografie.com/ Freitagsgass1 98617 Meiningen
Ein etwas größeres Meet up – der 50. Candy Day, auch die Designerin von Innocent World, Yumi Fujiwara hat sich dem angeschlossen.
Fotograf: www.MeFotografie.com Freitagsgass1 98617 Meiningen
Bild via Candy Day Frankfurt Facebook

 

Bei größeren Meetups hat die Orga des Treffens meistens schon mehr zu tun, weswegen man sich häufig zum Meetup anmelden muss. Das hat schlichtweg den Grund, dass wenn die Gruppe hier in ein Cafe oder ein Restaurant geht, man vorab Tische reservieren muss, da die Gruppe mittlerweile eine Größe erreicht hat, in der man nicht mehr spontan in einem Cafe Platz bekommt. Auch haben größere Treffen meistens einen etwas strikteren Dresscode oder Thementage wie zum Beispiel „Sailor Lolita“. Thementage sind aber meist keine Verpflichtung sondern einfach eine Empfehlung, der die meisten nachgehen werden. Solltet ihr nun absolut kein Sailor Lolita mögen, aber trotzdem auf ein Treffen mit Motto: Sailor Lolita gehen wollen, dann lest euch entweder die Meetup-Beschreibung durch oder fragt kurz die Orga, ob die Stilrichtung Pflicht oder Anregung ist – meistens ist sie aber tatsächlich letzteres.

 

Größere Meetups haben meistens auch schon einen festgelegten Ablauf, was daran liegt, dass zum Beispiel Museumsbesuche oder Cafebesuche reserviert und angemeldet sein müssen. Der Ablauf steht auch schon vor dem Meetup fest und kann in der Regel auch eingesehen werden. Wichtig ist daher aber auch, dass – solltet ihr wider erwarten doch nicht teilnehmen können – gebt der Orga bescheid! Nichts ist ärgerlicher wie einen Schwund von Leuten kurz vor dem Meetup, wenn bereits Tische reserviert wurden und die Orga nicht weiß, wer nun doch noch kommt und wer nicht. Und es wirft auch nicht unbedingt ein allzu gutes Licht auf euch! Daher lieber etwas zuverlässig sein und entweder definitiv zu- oder absagen.

 

Zwar eignen sich größere Meetups genau wie kleinere Meetups auch sehr gut um neue Leute kennenzulernen, allerdings stehen die Chancen, dass man hier tatsächlich mit allen Teilnehmern ins Gespräch kommt eher gering. Dafür sinds meistens schon zu viele Leute. Trotzdem darf man sich auch hier von der Masse an Teilnehmern nicht einschüchtern lassen – Anschluss findet man recht zügig!

 

Fotograf: C. Rösch
Ein Meetup mit Thema – hier „Twinnen“. Dabei haben viele Teilnehmer ihre Outfits aufeinander abgestimmt.
Fotograf: C.Rösch
Bild via Candy Day Frankfurt Facebook

 

Tea Partys

 

Fotograf: http://www.mefotografie.com/
Die Innocent World Teaparty in Wien.
Fotograf: http://www.mefotografie.com/
Bild via Candy Day Frankfurt Facebook

 

Zuguterletzt gibt es noch die Tea Partys. Diese sind in der Regel die größten der Meetup-Arten und haben auch am meisten Richtlinien, die man beachten sollte. Typisch für Tea Partys ist, dass man sich nicht einfach so anmelden kann oder spontan vorbeikommen kann, sondern dass man im Vorfeld Tickets kaufen muss. Das hat meistens den Grund, dass bei Tea Partys Räume angemietet werden, es spezielle Events gibt, die Verköstigung bereits im Ticketpreis miteingeschlossen ist oder auch Ehrengäste oder Marken aus anderen Ländern, tatsächlich zumeist Japan, eingeladen werden und deren Flug finanziert werden muss. Auch kommt es häufig vor, dass es hier kleinere Stände von Labels gibt, bei denen man die ein- oder andere Sache erwerben kann.

 

Da Tea Partys recht beliebt sind, ist der Run auf die Tickets meist sehr hoch. Am besten ist es, wenn man sich schon im Vorfeld über die Anmeldefrist zur Tea Party informiert und dann tatsächlich zu dem Zeitpunkt auch gleich versucht, an ein Ticket zu kommen. In der Regel sind Tea Partys ruckzuck ausverkauft.

 

Auch sollte man bei Tea Partys sehr auf den Dresscode achten. Gerade wenn ein Label aus Japan Ehrengast auf einer Tea Party ist, kann es schnell vorkommen, dass als Dresscode auch die Marke gilt. Also dass auf einer Tea Party, bei der das Label „Innocent World“ dabei ist, grundsätzlich Innocent World getragen werden muss. Aber keine Panik, meist ist dies so zu interpretieren, dass entweder ein Großteil oder das Hauptkleidungsstück von der Marke sein sollte. Keiner ist euch böse, wenn ihr zum Beispiel eure Strumpfhose vom H&M habt und nicht von der Marke. Und natürlich ist auch hier selbstgemachtes immer sehr gefragt. Gerade die Haaraccessoires oder der Kopfschmuck ist bei vielen Lolitas auch bei Tea Partys selbst zusammengestellt oder gebastelt.

 

Ebenso wie große Meetups haben Tea Partys immer einen festgelegten zeitlichen Ablauf, den man auch beachten sollte. Outfittechnisch kann man bei Tea Partys auch gerne in die vollen gehen und sein Outfit auch etwas over the top machen. Das schöne bei Tea Party ist, dass diese meist ein internationaleres Publikum anziehen und man dadurch auch die Möglichkeit hat, Lolitas aus anderen Ländern kennenzulernen. Oder – wenn man auf Tea Partys geht, die nicht gerade im eigenen Land sind – natürlich auch gleich ein anderes Land selbst kennenzulernen.