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von glatt zu gewellt – Glatte Perücken in „Rhapsody“-Perücken umwandeln

Geschrieben am 24.02.2015 von Mari in Perückenstyling Stylingtipps

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Trends kommen, Trends gehen – einer der Trends, die momentan angesagt sind, sind wohl die „Rhapsody“-Perücken, sprich die Perücken mit den kleinen Wellen, die etwas wuscheliger aussehen. Das schöne dran: die Frisur ist tatsächlich so einfach, dass man ohne Probleme jede Perücke in so eine Perücke verwandeln kann. Und es ist nichtmal schwer. Alles, was ihr können müsst ist:

 

  • Zöpfe flechten
  • Wasser kochen und ausschütten

 

Ihr seht also, es ist wirklich einfach.

 

Okay, wie funktionierts? Was ihr braucht ist eine Perücke, die dicht ist, also viele Tressen hat und die aus Kanekalon besteht. Wichtig hierbei: die Perücke sollte 100°C aushalten, sollte sich aber dann verformen lassen. Perücken, die 200°C aufwärts aushalten sind für diese Methode genau so wenig geeignet wie Perücken, die euch bei 50°C schon davonschmelzen. Jetzt mal abgesehen davon, dass letztere qualitativ ohnehin nicht brauchbar sind.

 

Wir haben für das Beispiel eine Perücke in der Länge Mariko benutzt. Selbstverständlich funktioniert es aber auch mit anderen Längen von den Plastikhaar-Perücken.

 

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Nehmt die Perücke aus der Verpackung und kämmt sie erstmal kurz durch.

 

Danach kommt auch schon der einzige „schwierige“ Punkt. Flechtet die Perücke und zwar so, dass ihr mehrere Zöpfe habt.

 

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Hier gibts ein paar Sachen zu beachten: Seht zu, dass ihr wirklich viele gleichmäßige Zöpfe auf verschiedenen Höhen hinbekommt. Ich hab 13 Zöpfe in die Perücke geflechtet und denke, dass das ein guter Schnitt ist. Ihr solltet mindestens 8 Zöpfe mit eurer Perücke hinbekommen, ansonsten hat sie vermutlich zu wenig Haare und es wird weniger flauschig. Guckt euch beim Flechten auch mal die Perücke oben an – es kann schon vorkommen, dass man das Haarnetz ein bisschen sieht – gerade wenn man die Zöpfe recht eng zieht. Wenn man aber fast nur noch ein Netz sieht, an dem ein paar Haarzöpfe hängen hat man keine besonders gute Perücke vor sich liegen. Wenn man das Netz schon sieht, bevor man überhaupt einen Zopf gemacht hat, würden wir die Perücke generell nicht empfehlen.

 

So, und jetzt kommt der Teil, bei dem ihr bitte vorsichtig seid. Nehmt den Wasserkocher und heizt das Wasser auf. Anschließend haltet ihr die Perücke über die Badewanne, über das Waschbecken und schüttet das kochende Wasser über die Zöpfe. Nochmal zur Sicherheit: kochendes Wasser ist – wer hätts erwartet – heiß. Passt bitte ganz gut auf, dass ihr euch das Wasser nicht über die Hände schüttet und lasst euch Zeit dabei. Lieber heizt ihr das Wasser mehrmals auf als dass ihr euch die Hände verbrüht.

 

Legt die Perücke anschließend auf ein Handtuch und lasst sie sich abkühlen. Sobald die Zöpfe abgekühlt sind (lieber kalt als lauwarm) könnt ihr die Zöpfe vorsichtig öffnen und die Perücke irgendwo zum trocknen hinlegen. In diesem Zustand muss die Perücke tatsächlich von selbst trocknen – auf keinen Fall föhnen und auch nicht kämmen!

 

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Macht euch an dieser Stelle auch keine Sorgen um den Pony – um den könnt ihr euch dann ganz am Schluss kümmern.

 

Wenn ihr sichergestellt habt, dass die Perücke wirklich trocken ist, könnt ihr sie langsam mit einer Perückenbürste kämmen. Kämmt dabei erst die Spitzen und nach und nach immer mehr von den Haaren, nicht alles auf einmal. Ihr werdet sehen, wie die Perücke fluffig wird.

 

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Hier seht ihr, wie die Perücke links durchs Kämmen schon richtig fluffig ist. Die rechte Seite ist noch nicht gekämmt.

 

Anschließend noch den Pony anpassen und fertig ist die Perücke! Den Pony kann man einfach mit einem niedrig eingestellten Glätteisen (100°C reichen vollkommen!) formen und zuschneiden.

 

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