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森ガール / Mori Girl

Geschrieben am 07.07.2015 von Mari in weitere Fashion-Stile

Generell lohnt es sich bei Mori Girl eigentlich gleich drei verschiedene Stile anzugucken: Mori Girl, Dark Mori Girl und Strega. Damit das ganze aber etwas übersichtlich bleibt, wollen wir uns zunächst nur mal Mori Girl angucken und später noch mit Dark Mori Girl und Strega in die Details gehen!

 

Quelle: http://www.scoop.it/t/mori-style

 

Fangen wir daher mal ganz vorne an – mit Mori Girl. Mori, beziehungsweise 森 ist das japanische Wort für „Wald“. Mori Girl könnte man daher einfach mit Waldmädchen übersetzen. Groß geworden ist der Stil eigentlich durch die japanische Online-Community Mixi. Hier wurde von einem Mädel namens „Choco“ im August 2006 die Mori Girl Community gestartet. Leider braucht man für Mixi eine japanische Handynummer zur Registrierung, sodass reinkommen hier gar nicht so einfach ist – zumindest nicht, solang man keine japanische Handynummer hat. Später hat Choco übrigens auch noch ein Buch namens Mori Girl – Fashion & Style Book herausgebracht, quasi eine Fashion Bible zum Mori Girl Stil. Generell war der größte Mori Girl (zumindest wie der Stil hier im Artikel beschrieben wird) Boom in Japan vermutlich zwischen 2006 und 2012/13, allerdings ist der Stil nicht ausgestorben, er hat sich vielmehr weiterentwickelt!

 

Ursprünglich wurden dem Stil die Stadtteile Daikanyama und Kouenji zugeteilt – letzterer auch gerade wegen seinen kleinen Läden, aber nach und nach hielt der Stil auch in Harajuku selbst Einzug.

 

Quelle: http://yumepony.blogspot.co.at/2010/12/mori-girl-for-autumnfall-winter_15.html

 

Ziel des Stiles ist so auszusehen wie ein Mädchen, das gerade aus dem Wald kommt. Man arbeitet auch im Sommer bei diesem Stil mit vielen Schichten und bewegt sich farblich eher bei den Erdtönen. Die Frisuren wirken auch eher natürlich – leicht gewellt, vielleicht gelockt oder ein etwas verwuschelter Bob eignen sich super für Mori Girl. Nicht so gut eignen sich knallbunte Perücken.

 

Quelle: http://imomus.livejournal.com/462034.html

 

Neben den in der Liste rechts auftauchenden Marken sind Marken wie Wonder Rocket oder Axes Femme noch zu nennen. Während man Wonderrocket tatsächlich in Harajuku findet muss man für Axes Femme nicht so weit reisen. So haben sie sogar in Paris mittlerweile eine Filiale eröffnet und ihre E-Mooks sind meistens auch bei uns zu finden. Ansonsten lohnt es sich auch immer auf Flohmärkten oder in Second Hand Läden zu stöbern. Zwar muss man auch hier etwas auf die Details achten aber prinzipiell kann man sich so recht einfach einen Mori Girl Stil zusammenstellen.

 

Quelle: http://matome.naver.jp/odai/2125366761929071728/2125366850963311187

 

Zeitschriftenmäßig lohnt sich ein Blick in die 森ガール (mori girl), in die papier und in die Spoon., wobei gerade bei letzterer eventuell ältere Ausgaben gesucht werden sollten. Auch wird erstere seit längerem nicht mehr neu aufgelegt bzw. herausgegeben, sodass man auch hier fast nur noch second hand an die Ausgaben drankommt.

Mori Girl soll nicht nur ein Kleidungsstil sein sondern verbindet sich mit einem bestimmten Lifestyle. Choco hat sich damals in ihrer Community ein paar Regeln für den Stil überlegt, anhand derer man sehen soll, ob Mori Girl etwas für einen ist oder nicht. Die Liste wurde am 01. August 2009 erstellt und sollte eher als Checkliste gesehen werden, nicht als Vorschriften:

 

  • du liebst lockere Kleider
  • du trägst lieber Kleider und Röcke
  • du bevorzugst etwas eigenartige Kleidung gegenüber einfachen – aber du magst keine schrillen Klamotten
  • du hast einen recht natürlichen Stil, der aber etwas einzigartiges an sich hat
  • du achtest auf die Stoffqualität eines Kleidungsstücks
  • du magst Kleidung im Ethno Stil
  • du trägst gerne A-Line Kleider
  • du trägst gerne Kleider, deren Schnitt an Kleider für kleine Kinder erinnert
  • du magst gesmockte Kleider und Blusen
  • was du nicht magst ist superniedliche Mode
  • du magst Farben wie Burgunder, dunkelgrün, navy blau und dunkelbraun
  • warme Farben sehen gut an dir aus
  • du trägst deine Fingernägel lieber kurz
  • du magst fluffige Hüte – entweder gestrickt oder aus Fell
  • du magst Ohrwärmer
  • du magst Ponchos und Boleros
  • du magst Ledertaschen
  • du nutzt ständig Pochettes
  • du bevorzugst goldige Accessoires gegenüber silbernen
  • du magst alte Sachen
  • du magst Taschenuhren
  • du magst Halsketten mit Lupen oder großen Designs
  • du magst Designs mit Tieren
  • du magst Designs mit Süßigkeiten
  • du magst Kariertes und Polkadots
  • du magst altmodische Blumenmuster
  • du magst Spitze
  • du magst Strumpfhosen und Leggings
  • deine Schuhe sind recht simpel und flach
  • du magst Schuhe, die vorne rund sind
  • wenn du Sneakers trägst, dann sind es lockere, niedliche slip-ons
  • statt normalen Knöpfen hast du lieber selbstgemachte
  • du magst es, eine Stola oder einen Schal um dich zu wickeln
  • im Winter gehört ein Rollkragen zu deinem Standardoutfit
  • du magst es, viele verschiedene Schichten an Kleidung zu tragen
  • Puffärmel findest du ergreifend
  • du liebst Märchen
  • keine Solariumbräune*
  • deine Haare haben eine leichte Dauerwelle
  • deine Haare haben einen Bobschnitt mit einem geraden Pony
  • deine Haare haben einen geraden Pony und sind lang mit einer leichten Dauerwelle
  • du bist girlyhaft
  • du magst FELISSIMO
  • von FELISSIMO magst du im Speziellen Syrup und &sloe
  • du magst die Stimmung von Q-Pot Süßigkeiten
  • du magst es Cafes zu besuchen
  • du magst es, mit einer Kamera in der Hand herumzuspazieren
  • du landest öfters unbeabsichtigt in Ramschläden
  • du fängst immer an, Sammlungen von Dingen, die du magst anzulegen – du bist ein Sammler
  • niedliche Bücher im Bücherladen zu finden macht dich glücklich
  • der Besuch eines Möbelgeschäfts begeistert dich
  • du stellst gern selbst Sachen her
  • Herbst und Winter sind deine Lieblingsjahreszeiten
  • du möchtest mal nach Skandinavien reisen
  • du hast gerne runde Bäckchen
  • wenn du Parfum benutzt, bevorzugst du schwache, blumige Gerüche
  • du möchtest ein Mädchen mit einer eher ruhigen Art sein – oder du bist es schon
  • du möchtest ein unkompliziertes Mädchen sein – oder du bist es schon
  • dir wird nachgesagt, dass du eher entspannt und locker bist
  • Hagumi Hanamoto von Honey and Clover ist für dich ein Mori Girl
  • Shizuru Satonaka von Tada, Kimi wo Aishiteru ist auch ein Mori Girl
  • Freunde sagen zu dir, dass es aussieht als ob du in einem Wald wärst
  •  

    (* An dieser Stelle müssen wir doch mal anmerken, dass in vielen englischen Übersetzungen des Textes „fair-skinned“ steht. Zwar wissen wir, dass die Liste in Japan angefertigt wurde, allerdings möchten wir es so auslegen, dass man als Mädchen, das aus dem Wald kommt, eher nicht in Kontakt mit Sonnenbänken kommt und daher eher seine natürliche Farbe nutzt.)

     

    Quelle: http://thatlittlemorigirl.tumblr.com/

     

     

    Für mehr Inspiration kann man sich natürlich auch immer auf Tumblr umsehen. Hier finden sich sehr viele Blogs von Mori Girls, die wirklich sehr inspirierend sind.