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Lolita Fashion in den 1980ern

Geschrieben am 23.03.2015 von Mari in Geschichte von Lolita

Scan aus der Olive 108, von Februar 1987 Quelle: http://oldolivegirls.jugem.jp/?page=2
Scan aus der Olive 108 von Februar 1987.

 

In den 80ern kam es zu einem Romantic-Boom, den man vermutlich an vielen Orten der Welt mitbekommen hat. Berühmt war die Zeitschrift „Olive“, welche als Pendant zur Popeye – einer Modezeitschrift für junge Männer – 1982 zum ersten mal erschien. Hatte die Zeitschrift Anfangs noch Universitätsstudentinnen als Zielgruppe, so wurden es später auch Schülerinnen der Oberstufe. Auch das Motto der Zeitschrift wechselte. So war Olive zu Beginn noch das Magazine for City Girls, wurde aber später zum Magazine for romantic Girls. Typisch für den Stil der Olive waren unter anderem die runden Krägen, wie sie auch Olivia Oil, die Namensgeberin der Zeitschrift, trägt. Die Kleider generell waren herunterhängend und tiefer tailliert. Dazu kam, dass Olive Girls einen bestimmten Lifestyle hatten, der auch in der Zeitschrift gezeigt wurde.

 

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Olive Girls gingen gerne im LaForet einkaufen, wo auch Marken wie MILK zu finden waren. Später, so in der Mitte der 80er, kam ein ganz neuer Trend: die Bodycons, wodurch der Olive Girls Boom etwas abflaute. Bodycons sind sehr enganliegend, diejenigen die die 80er miterlebt haben, dürften sie auch von hierzulande noch kennen. (Spannende Info nebenher: Das Label Baby the Stars Shine Bright, welches 1988 gegründet wurde, stellte zu ihrer Anfangszeit Bodycons her! Später wechselten sie aber tatsächlich auch zur Lolitakleidung.) Die Zeitschrift Junie allerdings griff das Konzept der Olive auf und führte dies weiter, richtete sich dabei aber auch an etwas jüngeres Publikum. Olive Girls konnten also mit der Junie weiterhin ihren Modegeschmack weiter verfolgen.

 

Im Jahr 1985 wurde auch die Marke Jane Marple, welche heutzutage sehr bekannt bei Lolitas ist und Kleidung im Classic Lolita Stil entwirft, gegründet. Diese wurde seit 1987 in der Zeitschrift Junie präsentiert. Jane Marple eröffnete auch einen Laden im LaForet in Harajuku.

 

Quelle: http://blog.goo.ne.jp/chiwami403/e/0fbdaeedf98b9ce66e7e629ca3734e68

 

Eine ganz andere Strömung, die ebenfalls recht wichtig für den Lolitastil ist, begann auch in den 80ern. Der, der Nagomu Gals. Nagomu …gals? Nagomu Gals waren eigentlich Nagomu-Kei Fans und Nagomu steht hier für Nagomu Records, einem Indielabel, welches 1983 gegründet wurde. Bei dem Musiklabel waren Bands wie Kinniku Shoujo-Tai – welche man später als Denki Groove kannte, Tama, Tomorowo Taguchi’s Bachikaburi und Shine-Shine-Dan untergekommen. Nagomu Gals trugen gerne Kleidung von Pink House und in den 90ern kann man dann feststellen, wie sich die Nagomu Gals mit dem Romantic-Trend verbinden – aber dazu dann mehr in den 90ern!

 

Auch noch wichtig in den 80ern sind einige Bands, die hier ihre ersten Indie-Label debuts hatten: BUCK-TICK und X(Japan). Neben den bereits genanten Marken wurde 1988 auch die Marke „Heart E“ gegründet und Closet Child eröffnete bereits im Jahr 1984 – heute eine wichtige Anlaufstelle für Second Hand Kleidung aus dem Gothic, Lolita und Otomebereich.