Zum myharajuku Shop Zur Facebookseite

Gyaru (Gal) / Ganguro

Geschrieben am 21.04.2015 von Nina in Fashion weitere Fashion-Stile

Gyaru ist ein japanischer Modetrend aus Shibiya, dessen Bezeichung die Katakana-Umsetzung (ギャル, gyaru) des amerikanischen ‚gal‘, ‚Mädchen‘, herleitet. Er bezeichnet junge modebewusste Frauen.
Zu Beginn der 90er Jahre machten die Medien kogyaru (コギャル, wahrscheinlich von 高校生, kōkōsei, Highschool-SchülerIn) zum Modewort. Dieses Modewort bezeichnete junge Frauen, die ihre Haare dem damaligen Trend enstprechend bleichten und die vorgeschriebene Schuluniform durch Loose Socks ergänzten.

 

kogyaru

 

Dieser Stil boomte Ende der 90er! Besonders populär wurde er durch die Sängerinnen wie Namie Amuro und Ayumi Hamasiki. Fort vom traditionellen japanischen Schönheitsideal, hin zu westlichen, meist amerikanischen Vorbildern, führt dieser Stil damals immer wieder zu Diskussionen.
Seitdem etablierte sich die Moderichtung unter der allgemeineren Bezeichnung gyaru (ギャル). Aktuelle populäre Magazine zu Gyaru sind unter anderem die Popteen, Ranzuki, Jelly oder Happie Nuts. Das Kaufhaus 109 in Shibuya gilt als das originäre Shoppingparadies! Mittlerweile hat das Kaufhaus 109 an weiteren Standorten seine Filialen.
Ähnlich wie die Lolita-Mode entwickelte Gyaru zahlreiche Unterkategorien. Diese wandeln aber durch die allgemeinen Trends und Magazine.

 

Yamamba (ヤマン)
Yamamba war in den 90er Jahren bis Anfang 2000 in Mode und trieben die damaligen Merkmale des Gyaru-Stils auf die Spitze. Der Name stammt von den Yamamba aus japanischen Volkserzählungen, die so etwas wie Berghexen mit langen weißen Haaren sind. Anhänger dieses Stils haben stark gebräunte Haut, sind sehr stark geschminkt und haben gebleichtes Haar. Ein typisches Merkmal Lippenstift, Eyeliner und Lidschatten in weiß, welche einen starken Kontrast zur braunen Haut bilden!

 

Yamamba

 

Mamba (マンバ)
Mamba war in den 2000er Jahren in Mode und ähnelt dem Yamamba-Stil. Allerdings ist die Haut noch dunkler und das Make-up noch auffälliger! Zudem wird das Gesicht vollständig bemalt. Bei der Kleidung wird grelle Farben und auffällige Muster bevorzugt!

 

mamba

 

Hime-Gyaru (姫ギャル)
Hime-Gyaru ist auch als Hime-kei (姫系, „Prinzessinenstil“) bekannt und ist von der Rokoko-Mode inspiriert. Fans dieses Stils tragen Kleider oder Röcke in rosa oder anderen Pastellfarben mit viel Spitze und Tüll, wie in der Kleidermode des Rokoko. Hoch auftoupierte Haare und vor allem Locken sind ein Muss. Beliebt sind Schleifen im Haar und an der Kleidung, ebenso wie Krönchen und Perlenketten.

 

Hime-Gyaru

 

Shiro-Gyaru (白ギャル)
Shiro-Gyaru wurde in den 2000er Jahren durch die japanische Sängerin Ayumi Hamasaki popularisiert. Dieser Stil ist geprägt durch weiße (shiro) Haut und gebleichtes Haar.

 

Shiro Gyaru

 

Onē-Gyaru (お姉ギャル)/One-Gyaru (オネギャル)
Onē-Gyaru war ebenfalls ein weiterer Gyaru-Stil in den 2000er Jahren in Mode. Onē bedeutet „ältere Schwester“. Dementsprechend ist der Stil weniger exzentrisch, sondern damenhaft!

 

One Gyaru

 

Neo-Gyaru (ネオギャル)
2010 verlor der Gyaru-Modestil an Popularität und der Trend ging zur Nachahmung eines europäisch-amerikanischen Aussehens. Neo-Gyaru ist also eine Vermischung von westlicher Mode und der Gyaru-Mode. Bei diesem Stil kommt dunkler Lippenstift zum Einsatz und statt feinen Augenbrauen, tragen Neo-Gyaru dicke „europäisch-amerkanische“ Augenbrauen.

 

Bilderquelle:
flickriver.com
kogalpower.skyrock.com
nihonblogdesu.blogspot.com
tokyofashion.com
de.wikipedia.org
item.rakuten.co.jp