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gelockte Perücken kämmen

Geschrieben am 05.11.2015 von Mari in Stylingtipps Tutorials

Einen Mythos, den wir immer wieder hören müssen, ist der, dass man angeblich gelockte Perücken nicht kämmen dürfe. Die Folge sind also, dass man hin und wieder ziemlich zerfilzte, „lockige“ Perücken sieht, was nicht nur schade für die Perücken ist sondern auch nicht sooo cool aussieht. Darum wollen wir hier heute mal zeigen, dass gelockte und gewellte Perücken kämmen absolut kein Problem darstellt.

 

Wir präsentieren – eine BWC, gelockt, lang mit Rotstich. Wenn ihr auch nach so einer sucht, würden wir euch die hier sehr ans Herz legen.

 

Nach einem Tag Teeparty mit einem ausgiebigen Londonbesuch abends und beim anschließenden Rückflug nach Hause in der Aufbewahrungstüte in den Koffer gequetscht sah die Perücke beim nächsten Auspacken so aus:

 

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„Ohgott“ ist vermutlich die beste Beschreibung dafür, insbesondere wenn man sich das ganze noch im Detail anguckt:

 

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Diese kleinen Nester finden sich einfach überall in der Perücke verteilt. Ist nervig und schlimm, aber es ist tatsächlich kein Weltuntergang – die bekommen wir wieder raus! Schnappt euch eure Perückenbürste oder einen Perückenkamm und beginnt die Perücke zu kämmen. Aber Vorsicht! Kämmt nicht einfach von oben nach unten! Kämmt erst ganz unten die letzten 10 Zentimeter. Das macht ihr so lange, bis ihr keinen Widerstand mehr spürt und die letzten 10 cm der Perücke problemlos kämmen könnt.

 

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Wenn ihr das geschafft habt, geht ihr wieder 10 cm nach oben und kämmt wieder nach unten gehend durch. Wieder bis ihr keine Knoten mehr merkt und ganz leicht durch die Perücke fahren könnt. Wenn die Perücke wirklich in einem desolaten Zustand ist und ihr ständig nur Knötchen spürt, wenn ihr durchkämmt, empfehlen wir den Einsatz von einem Wig Wonder Spray. Dadurch werden die Perückenfasern etwas weicher und ihr könnt die kleinen Knoten leichter lösen.

 

Geht so immer weiter nach oben.

 

Während ihr die gelockte Perücke kämmt, werdet ihr feststellen, dass die Perücke an der Stelle, wo ihr sie schon gekämmt hat auseinandergeht und die Locken nicht mehr definiert sind:

 

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Hier seht ihr die rechte Seite, die gekämmt wurde und die linke Seite, die noch komplett unangetastet ist. Und das ist meistens auch der Punkt, wo viele sich denken „neeeeein, waruuuum? Hätt ich die Perücke nur nie gekämmt!!“. Aber keine Panik: die Perücke verformt sich nur, wenn ihr sie mit Wärme behandelt. Und das haben wir beim normalen durchkämmen ja nicht. Das heißt ihr könnt die Strähnen einfach wieder ihrer Struktur nach auf euren Finger aufdrehen und den Finger anschließend nach unten rausziehen.

 

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Wenn ihr das ein paar Mal macht seht ihr, dass die Perücke wieder in ihre Ursprungsform zurückspringt:

 

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Zugegeben, so eine lange Perücke zu kämmen braucht Zeit und Geduld. Werdet nicht ungeduldig und zieht mit dem Kamm an der Perücke, sobald ihr beim Kämmen auf Knoten stoßt. Nehmt euch hierfür wirklich etwas Zeit – das Ergebnis lohnt sich.
Den Pony könnt ihr übrigens mit einer Rundbürste und eurem Föhn wieder fixieren. Meistens sind die Ponys auch eher durch die Lagerung etwas chaotisch geworden als durch das Tragen selbst. Und tadah:

 

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Und auch dieses ganz schlimme Knotennest vom Bild links oben haben wir problemlos herausgekämmt:

 

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