Zum myharajuku Shop Zur Facebookseite

Aomoji-Kei, Akamoji-Kei und Kuromoji-Kei

Geschrieben am 26.05.2015 von Mari in weitere Fashion-Stile

Akamoji-, Aomoji. und Kuromoji-kei beschreiben unterschiedliche Kleidungsstile, je nachdem welche Zeitschrift man liest oder von welcher Zeitschrift sich der eigene Lifestyle hat inspirieren lassen. Hö bittewas? Na beginnen wir mal ganz vorne: Akamoji-kei schreibt sich im japanischen so: 赤文字系 – eine Zusammensetzung aus 赤 – Aka, welches man mit „Rot“ übersetzen kann, 文字 – Moji, was mit „Buchstabe“ übersetzt werden kann und 系 – Kei, was hier für den Stil steht. Aomoji-Kei baut sich so ähnlich auf: 青文字系 – nur dass wir hier statt dem Zeichen für „Rot“ das Zeichen für „Blau“ finden: 青. Bei Kuromoji-Kei ist es dann – ihr vermutet schon richtig – statt dem Zeichen für Rot oder Blau das Zeichen für Kuro, also schwarz: 黒文字系.

 

Wir haben jetzt also salopp übersetzt einen Rotbuchstaben-Stil, einen Blaubuchstaben-Stil und einen Schwarzbuchstaben-Stil. Das spannende jetzt: es gibt in Japan „Rotbuchstaben-Stil-Zeitschriften“, „Blaubuchstaben-Stil-Zeitschriften“ und „Schwarzbuchstaben-Stil-Zeitschriften“. „Aber die Zeitschriften schreiben doch alle in schwarz?“ – das ist richtig! Bei Akamoji, Aomoji und Kuromoji geht es tatsächlich eher um die Farbe des Titels der Zeitschriften.

 

Akamoji-kei

 

Typische Akamoji-kei Zeitschriften sind die JJ, ViVi, CanCam und Ray. Die Zielgruppe der Zeitschriften sind Frauen Anfang bis Mitte 20 und „OL“s – Office Ladies. Die Zeitschriften selbst präsentieren auch Outfittipps fürs Office aber auch für Freizeitaktivitäten und für Dates. Diejenigen, die in jeder japanischen Modezeitschrift abgedrehte Harajuku-Fashion erwarten werden sich gerade bei diesen Zeitschriften sehr wundern. Die Outfits sind doch eher normal, wenn auch immer noch etwas Niedlichkeit mitschwingen kann. Woher jetzt aber der Name Akamoji-Kei? Guckt euch hierfür mal an, in welcher Farbe die Zeitschriftennamen auf dem Cover geschrieben sind:

 

akamoji

 

In der Regel werden sie in Rot oder in einem Rosaton geschrieben und genau daher kommt auch der Begriff Akamoji. Übrigens: 2012 war die meistverkaufteste Akamoji-Zeitschrift ViVi, davor war es CanCam (Quelle)

 

Aomoji-kei

 

Aomoji wird gerne als das Gegenstück zu Akamoji gesehen und beschreibt unter anderem die Zeitschriften Zipper, Cutie oder KERA. Man muss sich nicht viele Zeitschriften angucken um festzustellen, dass auch die Cutie, Zipper oder die KERA eigentlich oft mit roten Buchstaben geschrieben werden, weswegen man vermuten kann, dass der Begriff Aomoji-Kei als Konstrast zu Akamoji-Kei entstanden ist.

 

kera

 

Aomoji-Kei Zeitschriften spiegeln eher die Trends in Harajuku wieder und wirken vermutlich auch etwas ausgeflippter als Akamoji-Kei Zeitschriften. In Aomoji-Zeitschriften geht es auch eher darum, sich so anzuziehen wie es einem selbst gefällt und nicht, wie es z.b. im Büro oder bei einem Date gut wirken würde. Auch die Models in Aomoji-Zeitschriften sind meistens sogenannte „dokusha models“ – also Models, die aus der Leserschaft der Zeitschrift selbst entsprungen sind.

 

Eine typische Stellvertreterin für Aomoji ist Kyary Pamyu Pamyu.

 

Kuromoji-Kei

 

Kuromoji-Kei-Zeitschriften richten sich an erwachsene Frauen ab 19. Typische Zeitschriften hier sind SCawaii, Nuts, Jelly und Blenda – und den Namen haben sie, wie man schon vermuten kann, vom schwarzen Schriftzug, den die Zeitschriften häufig haben! Generell ist die Mode, die darin vorgestellt wird eher nicht niedlich und es wird eher einen Fokus auf eine Weiblichkeit im Sinne von Fraulichkeit als von „Girliehaftigkeit“ gelegt.

 

kuromoji

 

Der Kuromoji-Begriff wird im Vergleich zu Aomoji und Akamoji allerdings (noch?) nicht so häufig genutzt.